Studia philosophica

Studia philosophica (Open Access):

Studia philosophica auf Schwabe Online

Erschienen: Studia philosophica 76/2017

Die Philosophie und ihre Geschichte - eine aktuelle Debatte

La philosophie et son histoire - un débat actuel

Studia philosophica 74/2015

Über Krise und Kritik
Crise et critique

Redaktion: Anton Hügli; Janette Friedrich; Gasteditoren: Dieter Thomä, Michael Festl, Florian Grosser

Über den Inhalt:

Das Wort ‘Krise’ ist in den letzten Jahren zum Schlagwort geworden: Im Politischen spricht man von Krisen der Repräsentation, des Nationalstaates, ja der Demokratie überhaupt; im Bereich des Sozialen von Krisen des Bildungssystems oder der Familie; man konstatiert eine Krise der Umwelt oder der Kunst, und im Feld der Wirtschaft schließlich scheint ‘Krise’ mittlerweile einen Normalzustand zu benennen.

Etymologisch betrachtet ist jede krísis ein Punkt, an dem die Dinge eine entscheidende Wendung nehmen – zum Guten oder zum Schlechten. Jede Krise ruft darum nach einer Entscheidung, und die – wie man nicht erst seit Reinhart Kosellecks Kritik und Krise (1954/1959) weiß – ist nicht zu haben ohne Kritik als Kunst der Unterscheidung.

In diesem Band werden die Theorien der Krise selbst zum Thema. Es geht um ein Verständnis der Begriffe ‘Krise’ und ‘Kritik’ sowie um ihnen verwandte Konzepte wie Reform und Revolution, Tradition und Restauration, Dekadenz und Katastrophe. Die systematischen Überlegungen verbinden sich mit philosophischen Fallstudien zu politischen, ökonomischen, sozialen, ökologischen, wissenschaftlichen oder ästhetischen Krisen. Ziel der Autorinnen und Autoren ist es, auf der Folie gegenwärtiger Phänomene und Entwicklungen das Verhältnis von Krise und Kritik neu zu bestimmen.

Studia philosophica 73/2014

Philosophie und Lebensführung
Philosophie et conduite de la vie

Redaktion/Rédaction : Anton Hügli, Janette Friedrich

Über den Inhalt:

Die Existenzphilosophie ist geprägt vom Nachdruck auf den existierenden Menschen, der sein Leben philosophisch zu durchdringen sucht. Diesem Leitgedanken verpflichtet, plädieren die hier vorliegenden Beiträge für eine Lebenskunst, die die sinnlichen und geistigen Vermögen in ihrer Spannung produktiv werden lässt; für eine kohärente Wertehaltung und Lebensführung, etwa im Umgang mit Tieren und unseren Essgewohnheiten; für eine Reflexion über den modernen Glücksbegriff; für ein Selbstverständnis, das das menschliche Leben in der Spannung von Zufall und Entscheidung reflektiert; für ein Nachdenken darüber, wie unser Umgang mit Zeit sowohl unsere Lebensform als auch unser Glück bestimmen kann oder wieso es uns passieren kann, dass wir gerade dort, wo wir am autonomsten zu sein glauben, die höchste Abhängigkeit erfahren. Die philosophiehistorisch orientierten Beiträge widmen sich Aristoteles’ Diktum, wonach der Mensch von Natur aus nach Wissen strebe; erläutern, welche Rolle Henri Bergson der Intuition zuschreibt und warum seine Überlegungen bis heute für uns relevant sind, und denken mit Merleau-Ponty darüber nach, inwiefern die Sinnfrage eine unhintergehbare Bedingung menschlicher Existenz ist. Ein weiterer Beitrag widmet sich der gesellschaftspolitischen Frage, ob und wie die Moralphilosophie dem Einzelnen und der Gesellschaft helfen kann, moralisch richtige Entscheidungen zu treffen.

Mit Beiträgen von: Emil Angehrn, Anthony Feneuil, Rafael Ferber, Gottfried Gabriel, Gunnar Hindrichs, Sebastian Hüsch, Georg Kohler, Annemarie Pieper, Peter Schaber, Daniel Schulthess, Tilo Wesche, Markus Wild, Jean-Claude Wolf

Studia philosophica 72/2013

Die anthropologische Wende
Le tournant anthropologique


Redaktion: Anton Hügli; Gasteditoren und -editorinnen: Anita Horn, Astrid Kottmann, Christian Steiner, Sarah Tietz, Florian Wüstholz, André Wunder, Schwabe-Verlag 2013

Über den Inhalt:

Paradigmatisch für die moderne philosophische Anthropologie sind, zumindest im deutschsprachigen Raum, noch immer die Werke von Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen aus den 1920er Jahren – aber auch die mit ihnen verbundenen Folgelasten: (1) Voraussetzung für den Versuch einer Wesensbestimmung des Menschen ist die Annahme anthropologischer Konstanten, d.h. die Ansicht, dass sich allgemeine Eigenschaften, Verhaltens- und Erfahrensweisen bestimmen lassen, die allen Menschen als Menschen zukommen. Angesichts der Tatsache, dass der Mensch immer nur in bestimmter historischer und kultureller Gestalt erscheint, selbst schon eine fragwürdige anthropologische These. (2) Auf der einen Seite erhebt die Anthropologie den Anspruch, philosophische Fundamentalwissenschaft schlechthin zu sein (und als solche die Grundlage abzugeben für alle Wissenschaften vom Menschen), andererseits ist sie auf die Vorgabe einzelwissenschaftlicher Untersuchungen, etwa der Biologie, Ethologie, Psychologie und Soziologie, angewiesen und verhält sich zu diesen im Grunde nur «reaktiv» und «verarbeitend» (Habermas). Je nach Bezugswissenschaft ändert sich die Ausrichtung der philosophischen Anthropologie. Doch wie lassen sich ihre Konzeptionen methodisch rechtfertigen? Und inwiefern können sie als genuin philosophisch gelten?


Im Zuge der gegenwärtigen Konjunktur naturalistischer Strömungen stellen sich diese Fragen erneut, verschärft noch durch die Entstehung neuer Disziplinen wie etwa der ‹Philosophie des Geistes›, der Neurowissenschaften, der Verhaltensforschung und der Erforschung der Künstlichen Intelligenz. Die aufkommenden ‹Enhancement-Techniken› drohen die individuellen und gattungsspezifischen Grenzen zu sprengen: die menschliche Natur gehört nun selbst zum Bereich des vom Menschen Veränderbaren. Was diese neue Situation für uns Menschen und unser Selbstverständnis bedeutet, ist denn auch – neben den unter den neuen Auspizien sich stellenden Fragen nach der natürlichen Bestimmung des Menschen im Lichte heutiger einzelwissenschaftlicher Erkenntnisse und insbesondere im Tier-Mensch-Vergleich – eines der Hauptthemen dieses Bandes.

Studia philosophica 71/2012

Die Idee der Demokratie
L'idée de démocratie

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa ✝; Gastherausgeberin/Editeur invité: Brigitte Hilmer; Schwabe Verlag 2012.

Über den Inhalt:

Nach 1989 schien es, als seien die rechtsstaatlich verfassten Demokratien der westlichen Industrieländer das Zukunftsmodell schlechthin. Spätestens seit Be­ ginn des 21. Jahrhunderts aber wächst das Bewusstsein von der zunehmenden Diskrepanz zwischen den Verheißungen der Demokratie und ihrer Realität. Wie kann Demokratie unter heutigen Bedingungen legitimiert werden? Wo liegen ihre Chancen und wo ihre Grenzen? Um Antworten auf diese Fragen geht es den Autorinnen und Autoren dieses Bandes. Zu ihnen gehören Vertreter der poli­ tischen Philosophie, der Soziologie und der Politologie wie Hauke Brunkhorst, Francis Cheneval, Otfried Höffe, Anton Hügli, Georg Kohler, Katrin Meyer, David Miller, Nicolas Tavaglione und Hans Vorländer.

Anton Hügli, geb. 1939, studierte Philosophie, Psychologie, Germanistik/Nor­ distik und Mathematik in Basel und Kopenhagen. Er war bis 2005 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, 1953–2012, studierte Philosophie in Genf, Paris und Cambridge. Er war seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittel­ alterliche Philosophie an der Universität Genf.

Brigitte Hilmer, geb. 1958, studierte Philosophie und Kunstgeschichte in München, Hamburg und Westberlin. Sie ist seit 2007 Privatdozentin für Philosophie und Research Fellow des Schweizerischen Nationalfonds an der Universität Basel.
 

Studia philosophica 70/2011

Aux limites de la condition humaine Santé, justice, pouvoir
An den Grenzen menschlichen Lebens Gesundheit, Recht, Macht

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Editeur invité: Gabriel Dorthe; Schwabe Verlag 2010.

Über den Inhalt:

Die technischen Fortschritte der letzten Jahre – besonders aber die durch die neuen Technologien evozierten Vorstellungen und Hoffnungen – haben zu einer wesentlichen Verschiebung dessen geführt, was man bisher als Grenzen des menschlichen Lebens betrachtet hat. In Zukunft sind in den Bereichen von Geburt und Tod Interventionen möglich, die eine nachhaltige Neubewertung der Schicksalhaftigkeit dieser Ereignisse bewirken. Die Perspektive einer zeitlich unbegrenzten körperlichen Gesundheit ist nicht mehr reine Chimäre. Das menschliche Subjekt selbst kann Transformationen erfahren, die das menschliche Leben immer weiter verlängern. Die Möglichkeiten, Begrenzungen des menschlichen Lebens zu reduzieren, erfordern eine Neuorganisation jener Institutionen, die den Auftrag haben, Kontrolle und Verteilung der neuen Technologien zu gewährleisten: Politische und rechtliche Instanzen müssen ihren Wirkungsbereich erweitern, um mögliche negative Auswirkungen und Risiken für die Bevölkerung kontrollierbar zu machen. An der Drehscheibe von Gesundheit, Recht und Macht haben die Autorinnen und Autoren dieses Bandes all jene Praktiken untersucht, die mit solchen Veränderungen im Zusammenhang stehen. Es ging nicht darum, diesen Praktiken reaktiv eine hypothetische menschliche Essenz entgegen zu halten (die keinesfalls verändert werden dürfe), sondern vielmehr darum, die Reflexion auf eine Ebene zu heben, die den neuen Herausforderungen entspricht.

Anton Hügli, geb. 1939, studierte Philosophie, Psychologie, Germanistik/Nordistik und Mathematik in Basel und Kopenhagen. Er war bis 2005 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geb. 1953, studierte Philosophie in Genf, Paris und Cambridge. Er ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.

Gabriel Dorthe, né en 1983, a fait des études de philosophie, d’histoire et de sciences sociales à Lausanne. Il est doctorant en philosophie à l’Université de Lausanne et à Paris I Panthéon-Sorbonne.

Studia philosophica 69/2010

Philosophie des Bildes | Philosophie de l'image

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Schwabe Verlag 2010.

Über den Inhalt:

Spätestens seit der Ausrufung des sogenannten iconic turn ist das Interesse der Philosophie an Bildern und Bildhaftem sprunghaft gestiegen – auch in der Schweiz, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Großprojekt eikones an der Universität Basel. Bilder haben die Philosophie zwar seit je herausgefordert, wie der alte Streit zwischen Ikonophilen und Ikonoklasten beweist, aber in einer medial gewordenen Welt ist diese Herausforderung noch zusätzlich gewachsen. Sie liegt insbesondere in der Schwierigkeit, mit den Mitteln der Philosophie – im Medium des Begriffs – einzufangen, was sich in der nicht-begrifflichen Welt des Bildes überhaupt tut. Kein Zweifel, Bilder wirken, zumindest auf uns Menschen, aber worin genau besteht ihre Wirklichkeit und wo ist ihr Ort? Offensichtlich sind sie all das nicht, was wir sonst noch wirklich nennen: Bilder sind weder Vorstellungen im Kopf, noch abstrakte Ideen, noch einfach Materie. Bilder bewegen uns, ganz anders als Gedanken uns bewegen, aber sind sie vielleicht nicht auch eine Form des Denkens, des philosophischen Denkens womöglich? Die zur Mitwirkung an diesem Band eingeladenen Autoren versuchen, sich diesen und ähnlichen Fragen zu stellen – immer in möglichst großer Nähe zu den Bildern selbst, mit Fallbeispielen vor Augen. Was sie – bei aller Verschiedenartigkeit ihres Ansatzes – verbindet, ist ihre Erfahrung im Überschreiten von Grenzen, sei es, dass sie, von der Philosophie her kommend, sich der Welt der Bilder anzunähern versuchen, sei es, dass sie, umgekehrt, von der ihnen vertrauten Bildwelt her sich auf die Philosophie zu bewegen.

Anton Hügli, geb. 1939, studierte Philosophie, Psychologie, Germanistik/Nordistik und Mathematik in Basel und Kopenhagen. Er war bis 2005 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geb. 1953, studierte Philosophie in Genf, Paris und Cambridge. Er ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.

Studia philosophica 68/2009

Formen der Irrationalität | Formes d'irrationalité

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Schwabe Verlag 2009.

Über den Inhalt:

Eine der großen Herausforderungen der Philosophie als Sachwalterin der Vernunft ist die Tatsache, dass menschen sich nicht immer rational oder gar irrational zu verhalten pflegen. Zu dem von menschen hervorgebrachten Irrationalen gehören Phänomene wie Irrtum und das Versäumnis der Irrtumsvermeidung, Selbsttäuschung, Wunschdenken und Willensschwäche. Diese Phänomene sind von unterschiedlicher Natur: Während man von Irrtum und Täuschung sagen kann, dass sie uns unterlaufen oder dass wir ihnen erliegen, und sie sich aufzulösen pflegen, sobald wir sie erkennen, scheinen Phänomene wie Willensschwäche und Selbsttäuschung nicht einmal auf konsistente Weise beschreibbar, geschweige denn erklärbar zu sein; denn was sind das für mentale Zustände, in denen einer etwas glaubt, was er nicht glaubt, oder genau das tut, was er für falsch hält? Dieses Problem verfolgt die Philosophie seit ihren Anfängen und es ist in jüngerer Zeit – nicht zuletzt wohl im Zuge der erhöhten Rationalitätsansprüche der analytischen Philosophie – erneut wieder virulent geworden. Es fordert uns einmal mehr heraus, uns klarer zu werden sowohl über die normativen Rationalitätsansprüche, die wir – berechtigterweise – erheben, wie auch über unser Vermögen, diesen Rationalitäts- ansprüchen nachzukommen.
Die Schweizerische Philosophische Gesellschaft hat sich von dieser – für unser menschliches Selbstverständnis grundlegenden – Thematik herausfordern lassen und sie im Jahr 2008 unter dem Titel «Formen der Irrationalität» zum Gegenstand eines an der Universität Bern durchgeführten Symposions gemacht, mit Beitragenden und eingeladenen Referenten nicht nur aus der Philosophie, sondern auch aus den von dieser Frage nicht weniger angesprochenen Disziplinen wie der Psychologie, der Ökonomie und der rationalen Entscheidungstheorie.
Der 68. Band der Studia Philosophica nimmt diese Thematik auf. Die Beiträge in diesem Band sind überarbeitete Fassungen von Symposionsvorträgen. Aus Anlass des 25. Todestages von Hans Kunz hat sich Hans Saner in einem Festvortrag vor der Hans-Kunz-Gesellschaft mit dem Verhältnis zwischen Hans Kunz und Karl Jaspers auseinandergesetzt. Wir haben zur Würdigung
von Hans Kunz den Vortrag von Hans Saner in diesen Band aufgenommen.

Anton Hügli, geboren 1939, ist emeritierter Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geboren 1953, ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.

Frühere Ausgaben

Glaube und Wissen - Croire et Savoir.
Zum 125. Geburtstag von Karl Jaspers - À propos du 125e anniversaire de Karl Jaspers

Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa; Gasteditor: Steffen Wagner, Schwabe Verlag 2008.

 

Über den Inhalt

Karl Jaspers ist nach wie vor eine der wichtigsten Stimmen des 20. Jahrhunderts zur Auseinandersetzung zwischen Religion und Philosophie. Dieser Band ist eine der erst- en umfassenden Bestandesaufnahmen seines religionsphilosophischen Spätwerks.
Zwei grosse Wege bieten sich dem abendländischen Menschen an in seinem Bedürfnis nach Orientierung in dieser Welt: der Weg der Wissenschaft, der methodisch ge- regelten, nie abschliessbaren Wahrheitssuche, und der Weg des Offenbarungsglau- bens, des riskanten, durch keine Begründung einholbaren Sprungs zu der gläubigen Hinnahme ewiger Glaubenswahrheiten. Die Philosophie erschliesst einen dritten Weg: den Weg zu einer philosophisch begründeten Existenz. Kant hat diesen Weg in Form des von ihm postulierten, die Grenzen des Erfahrbaren überschreitenden «Vernunft-glaubens» auf exemplarische Weise eröffnet. Karl Jaspers hat diesen Gedanken unter dem Begriff des philosophischen Glaubens umfassend entfaltet. Sein Werk stellt die Philosophie vor die Frage, wie sie es hält mit der Möglichkeit dieses dritten Weges neben Wissenschaft und Offenbarungsreligion auf dem Boden einer universalen, alle Menschen verbindenden Vernunft. Diese Frage ist nicht nur eine Schicksalsfrage der Philosophie, sondern – in der heutigen Situation eines angeblich unversöhnlichen Kampfes der Kulturen – letztlich auch eine Schicksalsfrage der Menschheit. Die
Beiträge dieses Bandes gehen dieser Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach – zum Gedenken an Karl Jaspers, der im Jahr 2008 seinen 125. Geburtstag feiern könnte. Sie sind mehrheitlich aus den Vorträgen eines internationalen Symposions hervorgegangen, das unter dem Titel «Karl Jaspers. Glaube und Wissen / Karl Jaspers: Fede e sapere» am 6./7. November 2007 in Neapel stattgefunden hat.

Autorinnen und Autoren sind unter anderem:
Giandomenico Bonanni (Heidelberg), Jacques Bouveresse (Collège de France), Giuseppe Cantillo (Neapel), Andreas Cesana (Mainz), Anton Hügli (Basel), Helmut Hühn (Berlin), Francesco Miano (Rom), Thomas Rentsch (Dresden), Joachim Ringleben (Göttingen), Kurt Salamun (Graz), Hans Saner (Basel), Reiner Wiehl (Heidelberg).

Anton Hügli, geboren 1939, ist emeritierter Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel.

Curzio Chiesa, geboren 1953, ist seit 1978 Maître d’enseignement et de recherche für antike und mittelalterliche Philosophie an der Universität Genf.

 

Was ist Philosophie? Qu’est-ce que la philosophie?
Redaktion/Rédaction: Anton Hügli, Curzio Chiesa (Studia philosophica 66), Schwabe Verlag 2007.

Über den Inhalt: 

Die gegenwärtige Philosophie ist durch eine Zersplitterung gekennzeichnet, die so weit reicht, dass die einzelnen philosophischen Disziplinen sich häufig gänzlich unabhängig voneinander weiterentwickeln. Entsprechend drängt sich die Frage nach dem spezifischen Gegenstandsbereich der Philosophie auf. Auch die Abgrenzung der Philosophie zu den Einzelwissenschaften wird zunehmend schwieriger. Die Beziehungen zwischen der Philosophie und anderen Wissenszweigen wie beispielsweise den Neurowissenschaften, der Psychologie, den Lebenswissenschaften oder den Gesellschaftswissenschaften genauer auszuloten ist darum heute eine dringend erforderliche Aufgabe. Die möglichen Antworten werden je nach Ausrichtung, Herkunft und allgemeinem theoretischem Hintergrund des Autors oder der Autorin sehr unterschiedlich ausfallen. Daher schliesst sich auch immer wieder die metaphilosophische Frage nach einer gemeinsamen Basis der philosophischen Richtungen der heutigen Zeit an.

Diesen Fragen ist die Schweizerische Philosophische Gesellschaft an ihrem Symposium 2006 in Neuenburg nachgegangen. Die wichtigsten Beiträge dieses Symposiums sind in den vorliegenden Band der Studia philosophica eingegangen und werden durch zusätzlich angeforderte Stellungnahmen zur Symposionsfrage aus der Feder weiterer namhafter Philosophen ergänzt.

Zu den Autorinnen und Autoren zählen Michael Esfeld, Manfred Frank, Sebastian Hüsch, Harry Lehmann, Maria-Sibylla Lotter, Herbert Schnädelbach, Daniel Schulthess, Gerhard Seel, Erwin Sonderegger.

 

Philosophie und Bildung - Bildung durch Philosophie - Philosophie et éducation - Education par la philosophie
Redaktion/rédaction: Curzio Chiesa/Anton Hügli (Studia philosophica Vol. 65), Schwabe Verlag, Basel 2006

 

Globale Gerechtigkeit und Weltordnung - Justice globale et ordre mondial
Redaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia philosophica Vol. 64), Schwabe Verlag, Basel 2005.

 

Menschenwürde - La dignité de l'être humain
Redaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia philosophica Vol. 63), Schwabe Verlag, Basel 2004.


Der Körper in der Philosophie - Le corps dans la philosophie
Reaktion/rédaction: Emil Angehrn/Bernard Baertschi (Studia Philosophica, Bd. 62), 261 Seiten, gebunden, CHF 68.-/EUR 45.- (Mitgliederpreis CHF 48.-), ISBN 3-258-06711-2, Haupt Verlag Bern, Stuttgart, Wien 2003.


Philosophie und Philosophiegeschichte / La philosophie et son histoire
Hrsg. von E. Anghern und B. Baertschi, Bern: Haupt 2002


Gedächtnis und Voraussicht - Mémoire et projet
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 2001


Emotion und Vernunft - Emotion et rationalité

Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 2000


Demokratie und Globalisierung - Démocratie et mondialisation
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi - Bern: Haupt 1999


Interpretation und Wahrheit - Interprétation et vérité
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1998


Die Philosophie und die Frage nach dem Glück = La philosophie et la question du bonheur
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1997


Descartes : 1596-1996
Hrsg. von Emil Angehrn und Bernard Baertschi. - Bern: Haupt 1996

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